Wofür wir uns schämen?

Willkommen auf meiner Seite. Mein Blog ist ein innerer Werkstattbericht zu meinem Roman, der am 2. Oktober erschienen ist. Es geht darin um die Schwierigkeit, in einer beziehungslosen Zeit eine ehrliche Verbindung zu riskieren, die verlogene Geschäftswelt und um das Verlassen der ausgetretenen Pfade.

“Der Roman ist eine Geschichte der Hoffnung für alle, die mal mit sich und der Welt gehadert haben. Die Charaktere sind sympathische Alltagshelden.”

Leipziger Volkszeitung

Wie trete ich in Beziehung, ohne mich zu verstellen und zu verkaufen? Die Figuren in meinem Roman “Wofür wir uns schämen” haben keine Lust mehr auf Inszenierungen. Was hält sie davon ab, zu lieben?

Tomas Blum

Es hat sich ausgetindert.

Das schreckliche Ereignis in ihrer Jugendzeit liegt so weit zurück, als würde es nicht mehr zu ihnen gehören – so als hätte es nicht ihr Leben bis auf den heutigen Tag geprägt. Zufällig treffen sie einander Jahrzehnte später im Geschäftsleben wieder, inzwischen als Kollegin und Kollege, und das Kennenlernen gerät zum Spießrutenlauf der Erinnerung.

Panel 1

Termine & Lesungen

Lesung am 9.12.2019 um 21:00 Uhr in der Galerie Wagner & Partner

Vorstellung meines Romans “Wofür wir uns schämen” für BuchliebhaberInnen am 9.12.2019 um 21:00 Uhr in der Galerie Wagner & Partner. HIER klicken für Veranstaltungsdetails.

Nikolaus-Lesung in der Reduta Berlin

Freitag, 6. Dezember 2019 um 21:00 Uhr.

Reduta Berlin, Gneisenaustr. 41, 10961 Berlin

Nach der Berlin Premiere von “Wofür wir uns schämen” am 25. Oktober auf der Studiobühne der traditionsreichen Reduta Berlin in Kreuzberg ist eine “Nikolaus-Lesung” angesetzt.

Ich habe die große Ehre, euch am 6.12.2019 um 21:00 Uhr eine besondere Veranstaltung zu präsentieren! Gemeinsam mit Luise Bestehorn und Rodrigo Santa Maria stehe ich auf der Bühne und lese aus meinem Roman “Wofür wir uns schämen”.

Ich freue mich auf euch!

Impressionen von der Lesung am 25.10.19 auf der Studiobühne der Reduta Berlin
Lesung mit Signierstunde auf der Frankfurter Buchmesse 2019

In the past …

Liesmich im Hugendubel, Mittwoch, 2. Oktober 2019, 18:00
Gastgeber: Hugendubel Leipzig, Petersstraße / Liesmich Verlag
Ort: Hugendubel Buchhandlung in Leipzig, Petersstraße
Tomas Blum stellt seinen neuen Roman vor. “Wofür wir uns schämen” erzählt die Geschichte einer Befreiung. Zwei Menschen sind durch ein dunkles Geheimnis in der Kindheit verbunden. Jahrzehnte später treffen sie sich zufällig als Kollegen in einem Unternehmen wieder.

Bier, Vinyl, Literatur
Mittwoch, 2. Oktober 2019 um 20:00
Ort: Dr. Hops Craft Beer-Bar Leipzig, Eichendorffstraße 7, 04277 Leipzig
Gastgeber: Dr. Hops Craft Beer-Bar Leipzig / Liesmich Verlag
Hops, das ist die englische Bezeichnung für Hopfen und genau den verschreibt Dr. Hops an diesem Abend. Es gibt eine große Auswahl an regionalen und internationalen Bierspezialitäten aus 8 Zapfhähnen, während und nachdem Tomas Blum seinen brandneuen Roman vorstellt. Und zu späterer Stunde legt dann noch der Liesmich-DJ Torsten auf.

Szenische Lesung von Tomas Blum im Rahmen des Lindenow #15.
Freitag, 4. Okt. um 18:00 – 6. Okt. um 22:00
Ort: Schwarzmarkt Leipzig
Vom 4. – 6. Oktober 2019 wird zum 15. Mal das Festival LINDENOW – Kunstraumrundgang im Leipziger Westen stattfinden! In den Stadtteilen Plagwitz, Lindenau und Leutzsch wird an diesem Wochenende zeitgenössische Kunst in den kontinuierlich arbeitenden Kunsträumen sowie an unkonventionellen und ungewohnten Orten zu sehen sein. An insgesamt 52 Kunstorten können thematisch kuratierte Ausstellungen ebenso entdeckt werden wie temporäre Installationen, die sich auf den Stadtraum beziehen. Organisiert wird das Festival vom Lindenow e.V. – dem Netzwerk der unabhängigen Kunsträume im Leipziger Westen.

Frankfurter Buchmesse 2019
Samstag, 19. Oktober 2019
Am Stand von FiDiPub und Kreatives Sachsen
Halle 3.1, Stand H33 um 13:30 Uhr Signierstunde mit dem Autor.

Panel 2

Der Kuss

Ein Stück in 9 Sprechakten von Tomas Blum

Ein schwerverletzter Fremder liegt auf der Straße und bittet um einen letzten Kuss. Wären Sie dazu bereit? “Ein Kuss ist nur ein Kuss. Warum nicht?” “Ich kenne den Menschen ja nicht.” “Ich habe Angst, ich könnte mich infizieren.” Lea ist bereit. Spontan beschließt sie, zu helfen. Doch was dann geschieht, überragt ihre Vorstellung. Noch am Unfallort verwandelt sich der Kuss in eine Botschaft. Was entsteht aus einem Kuss, wenn er berührungslos durch unsere moderne Welt aus Likes und Tweets geschickt wird?

Der Kuss (2016): Tatjana Hoffmann, Kira Zurhausen, Fabrice Riese, Lea Eberle, Maximilian Wrede, Michael Matuszewski, Teresa Jacobowitz, Lisa-Maria Damm, Andreas Klinger.
Sprechtraining und Gestaltung: Sophia Katschinski.

“Hinten, neben Vito, sitzt diese Schwedin auf dem Rücksitz. Er will sie einschüchtern. Sie soll zugucken. Ich weiß nicht mal, ob sie wirklich aus Schweden ist oder vom Südpol. Jedenfalls sagt sie, sie heißt Malin. Sie wirkt fast ein bisschen gelangweilt. Oben angekommen halte ich den Wagen direkt hinter Sprinter. Es ist eine Ironie, dass Sprinter keinen Sprinter fährt, sondern einen Dodge. Für solche Gedanken finde ich noch Zeit, da oben. Vito strahlt so eine brutale Autorität aus… Man könnte meinen, die Autofirmen hätten bei ihm um Erlaubnis gefragt, ob sie die Namen für ihre Modelle verwenden dürfen.”

Fabrice in “Der Kuss”

Was verbindet die neun Figuren, die uns in “Der Kuss” begegnen? Da ist zum Beispiel die Stadt, die willkürlich Schicksale zusammenführt; ein Ort der Fluchten und Sehnsüchte. Eine Stadt, die Menschen verdaut und willkürliche Gemeinsamkeiten gebiert, wenn zwei Fremde sich küssen, bloß weil sie dasselbe Produkt tragen. Alles beginnt mit einem tragischen Unfall. Der Unfalltod eines Jungen. Der Vater will den Sohn ein letztes Mal küssen. Doch er selbst liegt schwerverletzt am Boden, wenige Meter entfernt vom sterbenden Kind. Ein Anderer, ein Fremder muss die Aufgabe übernehmen. Der Kuss für den Sterbenden braucht einen Boten, und der Kuss geht als Botschaft in die Welt. “Der Kuss” stellt die Frage, was uns verbindet in einer Welt der Ichbezogenheit. Welche Verantwortung tragen wir für die Menschen um uns herum? Es sind die großen Fragen: Was zwingt uns zu handeln – was hindert uns daran? Welche Scheuklappen sind es, mit denen wir uns Erleichterung verschaffen? Die Figuren in “Der Kuss” suchen die Schlupflöcher in der Realität. Sie flüchten in Geschichten, Fantasien und Träume. Sie flüchten sich in andere, in bessere Menschen hinein.

Panel 3

Die wichtigen Dinge

Schreiben gehört für mich zu den Lieblingsbeschäftigungen. Kaum etwas nimmt für mich einen so hohen Stellenwert ein. Ich gebe gern zu, dass ich tatkräftige Unterstützung bekomme. Die Behauptung, meine besten Ideen stammen in Wahrheit von Autorenhündin Yella, werde ich an dieser Stelle weder bestätigen noch dementieren. Doch die dreijährige Hündin ist ohne Zweifel meine Quelle der Inspiration, Fitnesstrainerin, und sie nimmt mich jeden Tag mit in die Wälder und über die Felder, um mich in der Natur zu erden.

Yella vor dem Sturm. Wir haben es gerade noch trockenen Fußes nach Hause geschafft.

Ich beschäftige mich literarisch mit der Frage, wie wir richtig handeln können, obwohl die Sicht auf unsere Handlungsräume nicht so klar ist. In meinen Romanen und Stücken bewähren sich die Hauptfiguren durch ihr Vertrauen, obwohl ihre Umgebung nicht vertrauenswürdig ist: Sie lernen zu lieben. Wo liegen die Grenzen unserer Einfühlung? Worauf können wir uns verlassen, wenn die Worte vertuschen und vortäuschen.

Hauptberuflich war ich 20 Jahre lang als Autor und Ghostwriter in Wirtschaft und Politik tätig. Ein Jahr lang lebte ich in Nordirland (und leide seither unter Heimweh). Durch einen Unfall besann ich mich wieder auf das literarische Schreiben. Das Stück „Der Kuss“ wurde auf der Studiobühne der Reduta Berlin uraufgeführt. 2018 folgte dort die szenische Lesung „Eine europäische Dame“ mit Matteo Forni und Lisa-Maria Damm.

Lisa-Maria Damm in „Eine europäische Dame“ (2018)

Unter Leitung von Burkhard Spinnen und Katja Lange-Müller war ich Teilnehmer an der Autorenwerkstatt Prosa im Literarischen Colloquium Berlin. Der Saarländische Rundfunk produzierte mein Hörspiel „Kriechströme“ mit Werner Wölbern in der Hauptrolle.