In Tomas‘ Geschichten scheitern oder bewähren sich die Figuren durch ihr Vertrauen in einer nicht vertrauenswürdigen Umgebung. Denn worauf können wir uns eigentlich noch verlassen? Mit Okrob 99 legt er erstmals einen Kriminalroman vor. Er beschreibt darin einen Täter, von dem es heute viele gibt. Es gibt sie überall, in allen Teilen der Gesellschaft.

Tomas arbeitete lange in der Pflege und in Einrichtungen für Kinder mit geistigen und körperlichen Einschränkungen. Nach dem Literaturstudium lebte er ein Jahr lang in Nordirland (und leidet seither unter Heimweh) und begann dort mit der Arbeit an seinem ersten Roman, für den er ein Stipendium des LCB erhielt; unter Leitung von Burkhard Spinnen und Katja Lange-Müller war er Teilnehmer in der Autorenwerkstatt Prosa im Literarischen Colloquium Berlin. Der Saarländische Rundfunk produzierte im selben Jahr das Hörspiel „Kriechströme“ mit Werner Wölbern in der Hauptrolle.
Tomas lebt und arbeitet in Berlin. „Okrob 99 – Tagebuch eines Täters“ ist Tomas‘ zweiter Roman. 2019 erschien das Romandebüt „Wofür wir uns schämen“.
„Und was Tomas Blum mit dieser Erzählweise gelingt, ist im Grunde das, worum es die ganze Zeit geht: Wieder ein Gespür dafür zu bekommen, was Lebendigsein wirklich ist.“
Leipziger Internet Zeitung

Weniges nimmt für mich einen so hohen Stellenwert ein wie das Schreiben. Ich gebe gern zu, dass ich dabei tatkräftige Unterstützung bekomme. Die Behauptung allerdings, meine besten Ideen stammen in Wahrheit von Autorenhündin Yella, werde ich an dieser Stelle weder bestätigen noch dementieren. Ohne Zweifel ist die achtjährige Hündin eine Quelle der Inspiration. So oft nimmt sie mich mit auf ihren Streifzügen durch die Wälder und über die Felder und mit ans Meer.
2016 wurde das Stück „Der Kuss“ in Berlin uraufgeführt. 2018 folgte die szenische Lesung „Eine europäische Dame“ mit Matteo Forni und Lisa-Maria Damm.

Das Stück „Eine Europäische Dame“: Juri kommt unangekündigt als Inspekteur, um die Sicherheit der Staatsgäste im Hotel Europa zu gewährleisten. Und was macht er?! Er verliebt sich augenblicklich in die Empfangsdame. Brandgeruch liegt in der Luft – und Juri hat die rosa Brille auf … Auf wessen Urteil kann man sich heutzutage eigentlich noch verlassen?

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu veröffentlichen.